
Meditation und Atem
Der Atem kann uns helfen, immer wieder zurück in den gegenwärtigen Augenblick zu kommen, zu dem, was wir in diesem Moment tun, denn Atmen findet immer im Hier und Jetzt statt, wie das Leben auch. Wir können weder voraus noch hinterher atmen.
Indem wir entspannt und wach unseren Atem (körperlich) spüren und bewusst wahrnehmen, dies während der ganzen Dauer des Einatmens und ebenso während der ganzen Dauer des Ausatmens, üben wir Gegenwärtigkeit, Präsenz, Sein im Hier und Jetzt. In solcher Gegenwärtigkeit sind wir frei von Gedanken.
So wie die Gegenwart die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft darstellt, ist Meditation der lebende Bogen zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Erfahren statt glauben
Meditation beginnt da, wo Verstandesdenken aufhört. Es geht nicht darum zu glauben, dass regelmässiges Meditieren die Lebensqualität erhöht, es geht darum, sich auf die Erfahrung einzulassen.
Wenn ich wissen will, wie ein Apfelkuchen schmeckt, muss ich ihn selber essen. Ich kann noch so viele Rezepte darüber lesen oder mir erzählen lassen, wie er anderen geschmeckt hat, nur indem ich ihn selber koste, weiss ich, wie er schmeckt.